Im Kampf mit der Dummheit werden die billigsten und sanftesten Menschen zuletzt brutal.
Friedrich Nietzsche
30. Sept. 2010, Stuttgarter Schlosspark
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Wer Herr über sein eigenes Denken bleiben will, muss die Methoden der Meinungsmache kennen.
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Solidarität - ein deutsches Fremdwort
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Hartz IV – ein Bürgerkrieg der politischen Klasse gegen die arm Gemachten
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Das Spardiktat
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Gesundheitsreform: Abriss der solidarischen Krankenversicherung
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Europa unter Druck (von rechts)
09.10
Disziplin durch Abstinenz
09.10
Deutschland zwischen Hartz und HRE
09.10
Billig Essen: Aufmerksam den Kohl betrachten
09.10
Gutachten zu Arbeitnehmerdatenbank: Elena ist nicht zu retten
09.10
Kann Röttgen noch schlechter?
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Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!
09.10
Aus dem Versager Steinbrück wird auch weiterhin der erfolgreiche Retter gemacht – ein Musterbeispiel für die Möglichkeit der nahezu totalen Manipulation
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Nachtrag
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Die regulierte Deregulierung einer Republik
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Finanz- und Wirtschaftskrise? - aber nicht für die Reichen!
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Eine Bande der Bigotten: Dr. Sarrazin, Herr Henkel und die Bank of America
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Spar-Strategie der Bundesregierung: Kürzen, ohne dass es jemand merkt
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Hitler bis auf weiteres unschuldig!
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Kioskbesitzer über den Bild-Boykott: Jetzt ist Schluss
09.10
Letzte Woche wurde hier der Blog "In Thilo Veritas!" (mit dem Untertitel: "Warum ich immer nur die reine Wahrheit sage - Die Homepage von Dr. Thilo Sarrazin") vorgestellt. Inzw. wurde er gelöscht - lt. Blogbetreiber "durch die Intervention höchster Stellen in unserem Staate wurde meine alte Homepage gestern gesperrt. Mit fadenscheinigen Argumenten wurde eine Löschung der Inhalte veranlaßt."
- die entspr. Informationen sind somit nur noch für einen begrenzten Zeitraum über den Google-Cache.aufrufbar.
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Armut soll sein
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Gut, dass er das nicht mehr erleben muß
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Europa auf Kurs in Armut und die dreisten Vier
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Ein Vorbild deutscher Integrationspolitik
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Redefreiheit ohne Qualitätskontrolle
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Sozialforscher Zick: "Da kommt Hass zum Vorschein"
09.10
Einkommen zum Auskommen
09.10
Konsequent asozial
09.10
De dicto
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Wie die BILD einen Bürgerkrieg herbeiredet
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Steuerreformen seit 1998 haben rund 335 Milliarden Euro gekostet
08.08
Bertelsmann und Sarrazin bitten zur Tea-Party
08.08
Bekenntnis zu Sarrazin
08.08
Kein Recht auf Behutsamkeit
08.08
Sarrazynismus
08.08
Biedermänner und ein Brandstifter
08.10
08.08
Das Nazi Pflichtjahr, das freiwillige soziale Jahr und der Zivildienst
08.10
Mythos Privatversicherung - verzweifelte Patienten kämpfen um ihr Recht
08.10
Sarrazin: "Deutschland wird immer ärmer und dümmer!"
08.10
Hinter dem Hochglanzprojekt "Bürgerarbeit"
08.10
Die Infantilisierung der Volksverhetzung
08.10
Wir brauchen (im Gesundheitswesen) keinen Wettbewerb
08.10
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Steinbrück und der Offenbarungseid der politischen Klasse
08.10
... damit alles so bleibt...
08.10
08.10
Netzwerke
08.10
Westerwelle ein geschichtsloser Schwuler?
08.10
Eine Goldcard für Hartz-IV
08.10
08.10
Armut? Die Freiheit nehm ich mir!
08.10
Der Reiche als der ausgebeutete Gutmensch und der Arme als Schmarotzer
08.10
Wissen sie, was sie tun? Die Bundesregierung treibt mit ihrer Arbeitsmarktpolitik immer mehr Menschen in schwere psychische Krankheiten
08.10
Nennt die Propagandisten endlich beim Namen
08.10
GVU läuft Amok und läßt unberechtigt Videos löschen
08.10
Das Dritte Reich läßt grüßen
07.10
Nicht Bestien, Hanswurste sind gefährlich
07.10
Eine faszinierende neue Aufgabe
07.10
07.10
Tom Schimmeck ist einer der letzten Mohikaner des investigativen Journalismus in Deutschland. (...) In seiner neuesten Publikation "Am besten nichts Neues" wirft er einen konzentrierten Blick hinter die Kulissen der Meinungsindustrie und legt mit spitzer Feder eine furiose wie brillante Abrechnung mit dem des Medienbusiness vor. Telepolis sprach mit dem Journalisten über die Wandlung des Journalismus zu Dienstleistungs-Schreibe und Meinungsmache:
- Teil 1: "Worunter wir gerade in den Chefetagen am meisten leiden, ist Charaktermangel"
- Teil 2: "Recherche wird bestraft"
06.10
Perspektiven zur Perspektivlosigkeit
06.10
Heinsohn und Sloterdijk
06.10
Das ist wirklich der Gipfel der Scheinheiligkeit.
06.10
Politische Parallelwelten. Wo die Nichtwähler wohnen
06.10
Wird Günther Jauch demnächst Bertelsmann-Aufklärung ins "Erste" bringen?
Die ARD verjauchen?
"Eine gesunde Wirtschaft braucht eine kranke Gesellschaft" (Zitat: Erich Fromm) ... "und eine mehr oder weniger gleichgeschaltete Medienlandschaft!" möchte man diesen klugen Satz von Erich Fromm ergänzen", teilt uns unser Leser Claus Hübner aus Köln mit. Er ist darüber entsetzt, dass der "Wer wird Millionär"-Moderator Günther Jauch demnächst bei der ARD eine politische Talkshow erhalten soll. Hier sein Zuschauer-Kommentar und anschließend sein Briefwechsel mit der ARD-Programmdirektion, bei der er sich über diesen "Schwachsinn" beschwerte.
06.10
Georg Schramms allg. polit. Betrachtungen von zeitloser Anmut, zu den Unwort des Jahres-Platzierungen eins bis drei - "betriebsratsverseucht", "Flüchtlingsbekämpfung", "intelligente Wirksysteme" und über die mächtigsten Frauen der Bundesrepublik Deutschland - Angela Merkel & Ursula von der Leyen Liz Mohn (Bertelsmann) & Friede Springer (BILD) :
 
06.10
Bundeswehr, jugendgerecht
Mit einem Preisausschreiben forciert die Bundeswehr ihre aggressive Propaganda- und Rekrutierungskampagne gegenüber Jugendlichen ab 14 Jahren. Die Gewinner des "Wissensquiz'" erhalten exklusiven Zugang zu Eliteeinheiten des deutschen Militärs, die auf Anti-Guerilla-Aktionen spezialisiert sind. Unter anderem wird den Jugendlichen eine "Zugriffsoperation" vorgeführt, bei der Fallschirmjäger der "Division Spezielle Operationen" ein von Aufständischen besetztes Gebäude stürmen - Schusswaffen- und Sprengstoffgebrauch inbegriffen. Flankiert werden die Werbemaßnahmen durch den Abschluss von Kooperationsverträgen zwischen Landesregierungen und Militär, die den flächendeckenden Einsatz sogenannter Jugendoffiziere an deutschen Bildungseinrichtungen ermöglichen. Erklärtes Ziel ist es, die Schüler sowohl mit diversen "Bedrohungen" als auch mit "nationalen Interessen" vertraut zu machen. Insbesondere gegen die Indoktrination durch die Jugendoffiziere regt sich inzwischen breiter Widerstand; zahlreiche Schüler- und Elternvertretungen sowie die Lehrergewerkschaft GEW fordern eine "Schule ohne Bundeswehr".
06.10
Völlig durchgeknallt oder (verkappter) Wirtschaftsfaschismus?
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung [DIW] legt "einfach mal so" die Mittelschicht schon ab 860 Euro monatlich fest. Und dass dieser "DIW-Handstreich" auch gelingen möge, wurde er mit einer "menschelnden Studie" verpackt, um sich mit entspr. Aufmacher die Bahn zu brechen.
Kommen die DIW-"Wissenschaftler" damit durch, sollte sich diese neue "Mittelschicht"-Untergrenze tatsächl. etablieren lassen, so ließe sich das Ausmaß der ohnehin geschliffenen Sozialstandards erst recht nach unten frisieren.
Ist aber dann bspw. ein Hungerlöhner der Mittelschicht zugehörig - immerhin! seine Armut wäre wohl "nicht mehr real" sondern allenfalls "gefühlt" ...
06.10
Und jetzt eine Anti-Lügenmedizin, jederzeit greifbar
06.10
Ich möchte Ihnen kurz eine Mitteilung machen, hatte mich kurz entschlossen mit meiner Freundin am Samstag zur Demo nach Stuttgart zu fahren, wir beide schon etwas älter 62 J. uns 69 J. Wir haben eine friedliche Demonstration erlebt während des Zuges keinerlei Zwischenfälle, allerdings als Schmiedel redete wurde es lauter, es wurde gesagt es sollen keine Gegenstände auf die Bühne geworfen werden, wir waren etwa 20 Meter von der Bühne entfernt, wenn es Tumulte gewesen wären, hätten die Menschen um uns herum doch reagiert, doch keiner hat die Flucht ergriffen. Von der Presse ist es sehr verwerflich, dass sie solche Meldungen verbreitet, ich denk die werden dafür bezahlt. In der FR wurden die Demonstranten von Foristen als MOB hingestellt, wir sind rechtschaffene Menschen die Sorge um unsere Kinder und Enkel haben auch darum, das das erst der Anfang sein soll, ist das so verwerflich?
(Strategie der Spannung / Agent Provocateur)
06.10
Wir Meinungsspekulanten
06.10
Irre: 4:0 - Nazi-Skandal beim ZDF
 
ZDF Katrin Müller-Hohenstein: "Innerer Reichsparteitag für Miro Klose"
 
www.mueller-hohenstein.de
06.10
Die Maske ist gefallen
Es ist so gekommen, wie es vorher zu sehen war: Drastische Einsparungen bei den Ärmsten der Armen, vage Ankündigungen über Belastungen von Banken und der Wirtschaft, das ist das Ergebnis der Sparklausur von Schwarz-Gelb. Wer je das Märchen geglaubt haben sollte, Merkel vertrete sozialdemokratische Ansichten, der sieht sich nach dem gestern vorgestellten Sparpaket eines besseren belehrt. Hartz IV wird verschärft, das Fördern vollends abgeschafft, Altersarmut für Arbeitslose programmiert, die Streichung des Elterngelds für Hartz-IV-Empfänger kann man nur noch als als soziale Eugenik bezeichnen.
06.10
Politisches Leyen-Spiel
06.10
Selbstverstümmelung der ARD
06.10
Gewaltige Unterschiede
"Beschimpft, bedroht, geschlagen" titelt die "Welt" am 27. Mai und meint damit die Situation von Polizisten in Deutschland und nicht etwa die von ihr und anderen Medien (z.B. AFP, Bild.de, tagesschau.de, "DW-World", "RP Online", "Spiegel") so sträflich vernachlässigte journalistische Sorgfaltspflicht bei diesem Thema.
In allen dazu erschienenen Artikeln wird unkritisch weiterverbreitet, Gewalttaten gegen Polizisten hätten zwischen 2005 und 2009 um 60,1 Prozent zugenommen. Diese Zahl stammt ursprünglich aus einer Studie des kriminologischen Foschungsinstitut Niedersachen (KFN), die im Auftrag von Landesinnenminister Uwe Schünemann (CDU) durchgeführt wurde. Dass diese Studie aus politischen Gründen mit heißer Nadel gestrickt wurde, kann man auf Seite 35 nachlesen
05.10
Freibrief für Bundeswehr im Inland
Karlsruhe will den Einsatz von Jets und Panzern in Heiligendamm nicht prüfen. Eine Klage der Grünen wurde abgelehnt. In Deutschland sei die Bundeswehr keine Parlamentsarmee.
05.10
Ein Hauch von Feudalismus
Damit der Bund nicht pleite geht, verkauft er schon mal Äcker, Wälder und Gewässer. Vor allem im Osten. »Die Linke« sieht deshalb ein neues »Junkertum« heraufziehen.
05.10
Mephistopheles Köhler
05.10
GeorgSchramm: Systematische Volksverdummung durch die Medien
 
05.10
Neuorganisation der Job Center – Messlatte sind Betreuung aus einer Hand und Integration in den Arbeitsmarkt
Die jahrelange Hängepartie bei der Reform der Job Center geht ihn eine neue Runde. Im nachfolgenden Beitrag warnt die ehemalige DGB-Vizechefin und frühere Vizepräsidentin der Bundesagentur für Arbeit, Ursula Engelen-Kefer, davor, die nach dem Kompromiss zwischen CDU und SPD weiterhin zulässigen sog. Optionskommunen sogar noch auszuweiten. Nach ihrer Auffassung wäre das der Weg zurück in die arbeitsmarktpolitische Kirchturmspolitik vor dem Arbeitsvermittlungsgesetz des Jahres 1927 – mit zersplitterten lokalen Arbeitsnachweisen. Im Zeitalter der Europäischen Integration sei dies geradezu ein Schildbürgerstreich. Der Bundesrechnungshof habe festgestellt, dass das Interesse eines Teils der Länder und Kommunen an der alleinigen Verantwortung für die Betreuung von Hartz IV vor allem wahltaktischen Erwägungen entspringt. Das bringe zwar viel Geld für lokale Wirtschaft und Bildungs- wie Beschäftigungsträger, aber die betroffenen Menschen spielten dabei nur eine zweitrangige Rolle. Außerdem würde dies erheblich teurer für die Steuerzahler. Ursula Engelen-Kefer nennt ihren Beitrag selbst ein arbeitsmarktpolitisches “Realostück”.
05.10
Eine Welt voller Sekten und abstrusen Glaubensgemeinschaften – mit schlimmen Folgen für uns.
05.10
Grenzenlose Manipulation bei "Hart aber Fair"
05.10
Angriff auf Karlsruhe
05.10
15. Mai: Oskar Lafontaines Abschiedsrede
05.10
Ausgegrenzt und vertafelt
05.10
05.10

Griechenland: Ökonom Flassbeck
"Drei Hanseln können kein Urteil fällen"

05.10
Volker Vispers: Alternativlos
05.10
Die Bilder des Krieges, die nicht für uns bestimmt sind
05.10
Schock-Strategie für Griechenland
04.10
Der 4. September 2009
04.10
Worte wie schleichendes Gift
Die Grenzen von Anstand und Moral sind überschritten. Heute morgen eröffneten Heckenschützen aus den Reihen der schwarz-gelben Koalition zusammen mit der Süddeutschen Zeitung einen Frontalangriff auf Finanzminister Schäuble. Dieser sei, so die Verschwörerclique aus dem Hinterzimmer, wegen seiner Krankheit geistig nicht mehr imstande, seinen Posten auszufüllen. Den Meuchelmördern stößt dabei vor allem Schäubles ablehnende Haltung bei den Steuersenkungen auf - dem Lieblingsthema der FDP. Infam lässt sich die Süddeutsche vor den Karren spannen, macht die konspirativen Giftpfeile der Schäuble-Kritiker zu ihren eigenen, instrumentalisiert die Krankheit des Ministers und setzt damit einen neuen Tiefpunkt im Sachen journalistischer Ethik.
04.10
Papa, haben wir eine Demokratie?
04.10
Leitfaden: Wie hetze ich gegen ein Land auf?
Sie wollten schon immer einmal gegen ein fremdes Volk aufwiegeln, wissen aber nicht, wie’s geht? BILDblog präsentiert seinen Lesern den ultimativen Leitfaden in 13 Schritten und veranschaulicht diese anhand einiger ausgesuchter "Bild"-Artikel über den drohenden griechischen Staatsbankrott.
04.10
04.10
Roland Berger Preis für Menschenwürde
Es gibt Worte die bekommt man nicht in einen Satz, egal wie viel Mühe man sich gibt.
04.10
Wirtschaftspropaganda in Schulen - Vermittlung von Botschaften durch PPP und Sponsoring
04.10
Ganz ausgezeichnet!
Oh, so ein ausgezeichneter Sozialrassist! Ganz ausgezeichnet! Gustav-Heinemann-Bürgerpreis! Ein denkwürdiger Moment! Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, ist nun ein ausgezeichneter Scharfmacher und Provokateur. Eine klare Sprache sprechen, nennt man das heute - nennt Parteikollege Gabriel das. Dieser sei stolz darauf, einen Anpacker und Unbeugsamen in seiner Mannschaft zu haben - auch eine Art, dessen scharfmachende Qualitäten, die natürlich ausschließlich gegen Ausländer und Arbeitslose zum Einsatz kommen, ein wenig aufzupolieren. Und wer könnte es leugnen: schließlich packt er jene Klientel ruppig an und ist unbeugsam gegen jene, die dem artigen Bürger die letzten Groschen aus den Hosentasche schmarotzen. Sein Engagement zur Integration von Einwanderern, sei besonders lobenswert, heißt es weiter - gar kein Zweifel, er meint das mit der Integration durchaus ernst, denn wer sich nicht einreiht, den würde er gerne drastisch bestraft sehen. Er tut wirklich alles für Integration - alles und noch mehr!
04.10
Kriegsrecht
Je stärker der deutsche Kriegseinsatz in Afghanistan gesellschaftlich kritisiert wird, desto dichter rücken die staatlichen Organe zusammen, die diesen Krieg bis zum Endsieg von „Demokratie und Freiheit“ fortführen wollen. Ein deutscher Offizier befehligt im fernen Kunduz einen Bombenangriff auf eine Menschenmasse und nimmt dabei – zwar nicht vorsätzlich, aber dennoch fahrlässig – zivile Opfer in Kauf und die Bundesanwaltschaft stellt trotz überwältigender Indizien und Beweise, die zumindest eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung in 74 bis 83 Fällen rechtfertigen würden, das Verfahren gegen diesen Staatsbürger in Uniform ein. Mit Zivilrecht und Rechtsstaatlichkeit hat dies nur wenig zu tun – Deutschland ist im Krieg angekommen und wenn es um die Bundeswehr geht, herrscht offensichtlich Kriegsrecht. Ob die Verantwortlichen – und dies sind nicht nur Uniformträger – für das bisher schlimmste Kriegsverbrechen seit dem Untergang des Dritten Reiches je zur Verantwortung gezogen werden, darf bezweifelt werden.
04.10
Die Gnadenvolle, Ursula von der Leyen
04.10
Das Kind begehrt, aber nicht den Erwachsenen
Immer neue Enthüllungen schockieren die deutsche Öffentlichkeit. Ist zur Missbrauchsdebatte schon alles gesagt? Zehn Thesen von Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch
04.10
Unter dem Lack ein Feudalsystem
In einem "Gastkommentar" von Fred Grimm, versteckt unter "Personalführung" im Wirtschaftsteil, findet sich bei SpOn eine Ungeheuerlichkeit, ein scheinbar unscheinbares Detail, das die Existenz einer Demokratie in Deutschland zu widerlegen geeignet ist, wenn es sich bestätigt. Es heißt dort lapidar:
"Über die Hälfte des deutschen Top-Managements stammt aus dem winzigen 0,5-Prozent-Segment der reichsten deutschen Familien."
04.10
Der Fall unserer Griechen
04.10
Die Finanzkrise offenbart eine Krise des Strafrechts – Too big to fail, too big for justice
04.10
"Deutschlands Eliten haben sich radikalisiert"
04.10
Zentralrat der Juden zur Hartz IV Debatte
03.10
Kleine Darstellungskunde der Vermögensverteilung
03.10
Verbrechen wird abgeschafft!
03.10
Das unwerte Hartz IV-Leben
Die Kinder von Hartz IV-Empfängern sind minderwertig, sie sind dümmer und fauler als die Kinder von anderen deutschen Müttern und ihre Ausbildungsfähigkeit steht in Frage. Sie werden in Zukunft den hohen Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft nicht mehr genügen. Diese Kinder entstammen einer Unterschicht, die sich durch Sozialhilfe immer mehr vergrößert und hemmungslos vermehrt und den Leistungsträgern auf der Tasche liegt. Das ist eine Gefahr für Deutschland. Während sich die Unterschicht so vermehrt, bekommen die deutschen Frauen der Leistungsträger zu wenig Kinder. Der Staat muss also das weitere Kinderkriegen der Unterschicht verhindern, indem man deren Angehörigen die Lebensgrundlage entzieht. Deutschland braucht diese minderwertigen Kinder nicht, sondern es braucht die sozial wertvollen Kinder der Karrierefrauen.
Dies ist, komprimiert zusammengefasst und im Klartext, die Aussage von Gunnar Heinsohn. Dies ist 65 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus der Inhalt eines Gastkommentars (1). Dieser stammt nicht von irgendeinem bösartigen Verwirrten, sondern von einem deutschen Professor für Sozialpädagogik an der Universität Bremen. Dieser Zeitungsartikel erschien nicht in einem rechtsextremen Schmutzblatt, sondern in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
03.10
Operation Hippokrates
Wie ernst ist es dem Gesundheitsminister mit seiner jüngsten Attacke auf die Industrie? Seine FDP hat gerade den mächtigsten Pharmakritiker des Landes entsorgt. Erst wurde die Ablösung beschlossen - dann nach Gründen gesucht. Die Chronologie einer Intrige.
03.10
Am deutschen Wesen kann Europa nicht genesen
03.10
Die neue Deutschland AG
Sieben Prozent der deutschen Unternehmen beschäftigen bereits über Leiharbeitfirmen Mitarbeiter zu geringeren Löhnen. Weitaus mehr Unternehmen lassen ihre Arbeit durch billige Subunternehmen erledigen. Und der Staat stockt die Einkommen der niedrig Entlohnten mit Steuergeldern auf. Das Geschäftsmodell funktioniert bestens. Man kann es auch Ausbeutung nennen.
03.10
Gesundheitswesen: Demütigung als Programm
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, FDP, will die Kopfpauschale.
Millionen würden zu Hilfeempfängern.
Weh getan haben sie in den vergangenen Jahren ja schon zur Genüge: die tiefen Einschnitte in das Gesundheitssystem und die stetig steigenden Belastungen der Versicherten. Praxisgebühr, Zuzahlungen zu Arzneimitteln, Erhöhung der Krankenkassenbeiträge einseitig zu Lasten der Beschäftigten. Denn während der Arbeitgeberbeitrag bei 7,0 Prozent eingefroren wurde, haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Sonderpaket zu schultern, sie zahlen 7,9 Prozent. Ein Abschied von der paritätischen Finanzierung des Gesundheitssystems und zugleich eine gesetzlich verordnete Lohnkürzung und Umverteilung von unten nach oben. Schließlich sind Sozialbeiträge Bestandteile des Lohns. Diese ersten Amputationen am Solidarsystem im Gesundheitswesen haben seinerzeit bereits Rot-Grün und später Schwarz-Rot erledigt. Unter Schwarz-Gelb rückt nun die Operation Irrsinn auf den Plan.
Flankiert von den Arbeitgeberverbänden und den Lobbyisten der Pharmaindustrie ficht Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, FDP, für die Kopfpauschale - und damit für die radikale Abkehr vom Solidarprinzip, nach dem die Starken für die Schwachen und die Gesunden für die Kranken einstehen. Jede und jeder, egal ob Kleinstverdiener, Erbe oder Einkommensmillionär, soll den gleichen Beitrag zahlen. Wer das nicht kann, so der liberale Nachwuchspolitiker im Amte des Bundesgesundheitsministers, solle eben staatliche Hilfe beantragen. Und dazu werden absehbar mehrere Millionen Menschen im Land gezwungen sein. Abermals Millionen Hilfeempfänger, die sich vor dem Amt entblättern müssten, um ihre Anspruchsberechtigung nachzuweisen. Es ist eine neuerliche Ausweitung des Systems Hartz IV: Ihr da unten, macht Euch klein und sagt danke, heißt die Botschaft. Demütigung als Programm. Woher die Milliarden kommen sollen, die das an Steuergeldern kosten würde, sagt der Minister nicht. Jedenfalls nicht von seiner Klientel - und das sind bekanntermaßen die Besserverdienenden.
03.10
Der Hartz IV Rassismus
03.10
Ärsche herzen - nicht Analfistel sein!
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Nachlese zur Fastenpredigt: Das Verbot des Nazivergleichs schützt die neuen Faschisten.
03.10
Griechen und die Bild-Zeitung
03.10
Wenn der Lokführer keine Blähungen hat und die Sonne scheint
Offener Brief an den Chef der Deutschen Bahn: Lieber Herr Grube ...
03.10
Die elektronische Gesundheitskarte
Sie ist ein milliardenschweres Technikprojekt. Sie wird unser Gesundheitswesen grundlegend verändern. Konzerne drängen auf eine schnelle Umsetzung. Die Politik scheint in ihr eine Weichenstellung für den Wettbewerb unter den Krankenkassen zu sehen - indem sie die Versicherten mit umfangreichen Datenerhebungen in Morbiditätsklassen einteilen möchte. Die ersten Karten werden bereits verteilt. Erfahren Sie in drei Beiträgen, was die elektronische Gesundheitskarte ist, welches politische Ziel womöglich hinter ihr steht und wie Lobbyismus im Gesundheitswesen funktioniert. Von Verena Herzberger.
Verena Herzberger ist staatlich anerkannte Diplomsozialarbeiterin, Studentin der Fachjournalistik mit Schwerpunkt Arbeit und Soziales, Vorstandsmitglied von Business Crime Control e.V. und Redakteurin der Vierteljahres-Zeitschrift BIG Business Crime. Verena Herzberger stellt uns [den NachDenkSeiten] eine Artikelserie zur Verfügung, die in der BIG-Ausgabe 04/2009 erschien.
02.10
Geheimtreffen im Kanzleramt: Die Presse schwieg
02.10
Wie man "schmerzliche Eingriffe" schönredet
Wird es am Bodensee bald die erste Professur für Propaganda nach 1945 in der Bundesrepublik geben? Dieser Schluss liegt nahe, betrachtet man die Stellenausschreibung der privaten Zeppelin University in Friedrichshafen. Dort sucht man neben einem Juniorprofessur für Massenmedien, Kultur und Gesellschaft auch einen solchen für "Reformkommunikation".
Wer genauer wissen will, was es mit diesem Begriff auf sich hat, der kann sich zum Beispiel in einem "Diskussionspapier" der als äußerst reformfreudig bekannten Bertelsmannstiftung mit dem Titel: Politische Reformkommunikation. Veränderungsprozesse überzeugend vermitteln, informieren.
So entblödet sich das Bertelsmann-Papier auch nicht festzustellen, die von der "Agenda2010 eingeleitete Reformpolitik" sei nicht an den Inhalten, sondern an dem "Mangel an problemadäquatem, konsistentem kommunikativen Verhalten der politischen Akteure" gescheitert. Nicht der Absturz der Menschen in Hartz IV, sondern die fehlende Verbrämung dieses Sozialabbaus sind die Ursachen für die Wahl-Katastrophe der SPD, lautet also die Schlussfolgerung der "Reformkommunikatoren".
Die Reform-Zirkusarena soll neben der Propagandaagentur INSM und Bertelsmann offensichtlich durch eine akademische Variante ergänzt werden. Es hat schon einen gewissen Beigeschmack, wenn in Zeiten, in denen das Bundesverfassungsgericht den "Reformen" eine Ohrfeige nach der anderen verpasst, eine Professur für "Reformkommunikation" eingerichtet werden soll.
02.10
Der hässliche Deutsche
02.10
"Dekadenz" erweitert die aktuelle Sozialeugenik-Debatte
02.10
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz-IV-Regelsätzen
02.10
Das Leben mit Hartz-IV: Angst vor Schadenfreude
Den Hartz-IV-Betroffenen macht nicht allein das wenige Geld zu schaffen. Eine arbeitslose Akademikerin erzählt, warum sie ihre Freunde belügt und ihre Brüder beneidet.
02.10
ELENA - Bürokratieabbau oder elektronische Bürgerüberwachung?
02.10
Kratzen am Lack - Zur Kritik an 100 Tagen Schwarz-Gelb
Diese Regierung unternimmt nichts gegen die Ausweitung des europaweit inzwischen größten Anteil des Niedriglohnsektors, sie tut nichts gegen den Missbrauch der Leiharbeit, nichts für die Einführung oder auch nur Beibehaltung von Mindestlöhnen, nichts gegen die weitere Verschärfung auf dem Arbeitsmarkt nach der Einführung der EU-Dienstleistungsrichtlinie, nichts um etwa Arbeitsplätze bei Opel zu sichern, nichts für eine Anhebung der Hartz IV-Regelsätze (sie muss sich vermutlich dazu erst durch das Bundesverfassungsgericht zwingen lassen), nichts gegen die Hetze gegen langzeitarbeitslose Hartz IV-Empfänger, nichts gegen weitere Privatisierungen (auch bei der Bahn), nichts gegen die dramatische Verschuldung der Kommunen, nichts gegen Steueroasen (der Kauf der Daten von Steuerhinterzieher ist nur ein Indiz dafür, dass auf der zwischenstaatlichen Ebene nichts geschehen ist), nichts für die Regulierung der Finanzmärkte, nichts gegen die Zusatzbeiträge bei Krankenkassen (stattdessen löst man den Pharmakontrolleur ab) - mit einem Satz: Diese Regierung tut nichts dagegen, um die Umverteilung von unten nach oben zu stoppen und die weitere soziale Spaltung aufzuhalten.
02.10
Das Rezept der Profiteure
Betrügen, bestechen, Studien unterschlagen: Der geschasste Pharmakritiker Peter Sawicki spricht im FR-Interview über seine Erfahrungen mit einer mächtigen Lobby, die Gründe seiner Ablösung und das Versagen der Unternehmen.
02.10
Koch macht auf sozial
Jeder gegen jeden im Streit um die Neuordnung der Hartz-IV-Verwaltung. Mit seiner Revolte gegen die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf den Weg gebrachten »Reform« der Jobcenter hat Ministerpräsident Roland Koch (beide CDU) die Bundesregierung vor die nächste Zerreißprobe gestellt. Bis Donnerstag schlugen sich gleich mehrere Landesfürsten auf die Seite des hessischen Regierungschefs, der auf dem Wege einer Grundgesetzänderung die Zusammenarbeit von Arbeitsagenturen und Kommunen für die Zukunft sichern will. Damit steht ein Gesetzesentwurf des Arbeitsministeriums, der eine Trennung der Zuständigkeiten bei der Betreuung von ALG-II-Beziehern zum Inhalt hat, bereits eine Woche nach dessen Vorlage wieder auf der Kippe.
Der »Heuchelei« bezichtigte am Donnerstag der Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland (Elo-Forum), Martin Behrsing, Hessens Regierungschef. Dem ginge es allein um den Erhalt und die Ausweitung der sogenannten Optionskommunen. Nach diesem Konzept haben bundesweit 69 Städte und Landkreise (davon 13 in Hessen) die alleinige Zuständigkeit bei der Betreuung von Hartz-IV-Beziehern inne. Koch wolle das Konstrukt per Verfassungsänderung zementieren, klagte Behrsing, »zum Leidwesen der Betroffenen«. Denn dort herrschten »furchtbare Zustände«. Das sieht man auch beim Deutschen Gewerkschaftsbund so: Die Fortführung der Optionskommunen sei »der reine Hohn«, äußerte sich schon am Mittwoch DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Die Alleinzuständigkeit der Kommunen habe »zu noch schlechteren Eingliederungserfolgen und mitnichten für eine effizientere Mittelverwendung« gesorgt.
02.10
SPD will ihr Scheitern in der "Arbeitsmarktpolitik" als Erfolg verkaufen
Das "Kölner Modell"
"Schwarz-Gelb zerschlägt die wirksamen Strukturen des 'Kölner Modells', das bundesweit einmal beispielgebend war". Mit diesem Satz hat die Kölner SPD am 4. Februar Gäste zum Gespräch "Arbeit für Köln" geladen. Dabei vertraut sie offenbar auf die Vergesslichkeit ihrer Wähler und hat vorsichtshalber auch keine Kritiker eingeladen. Denn das "Kölner Modell" war alles andere als erfolgreich für die Betroffenen, sondern leitete das größte sozialpolitische Desaster nach dem Zweiten Weltkrieg ein.
Helfer helfen
Unterstützer bei diesem Paradigmen-Wechsel in der Kölner Sozialarbeit waren dabei auch Träger der Wohlfahrtspflege, insbesondere auch kirchliche Einrichtungen wie Diakonie und Caritas.
02.10
Privatsender wollen Anteil an Zwangsabgaben
Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger stellt eine entsprechende Urheberrechtsänderung in Aussicht
In einer Rede auf dem letzte Woche vom Privatsenderverband VPRT und der VG Media abgehaltenen Symposium zu "Sendeunternehmen als Innovations- und Wirtschaftsmotor" zeigte sich Gerhard Zeiler, der Chef der RTL-Gruppe, pessimistisch, was das bisherige Geschäftsmodell seiner Sender angeht. Einen langsameren Schwund der Werbeerlöse zwischen Oktober und Dezember 2009 mochte er noch nicht als sicheres Zeichen einer Wende sehen - und selbst wenn er es doch wäre, dann ist laut Zeiler zweifelhaft, ob aus Wirtschaftswachstum auch höhere Fernsehwerbeeinnahmen resultieren.
Deshalb, so der Manager, müsse man sich darauf einstellen, dass der Werbemarkt nicht wachse und sich andere Einnahmequellen erschließen ...
02.10
02.10
Die kriminelle Energie der herrschenden Kreise - sie ist ungetrübt und unverschämt
02.10
Die Tafeln und die Armut
In Deutschland versorgen etwa 850 lokale Tafeln mehr als eine Million Menschen mit Essen. Diese Lebensmittel, die sie an 2000 Ausgabestellen bekommen, stammen meist aus Supermärkten. Diese könnten die Waren nicht mehr verkaufen, weil sie kurz vor dem Verfallsdatum stehen, sie müssten sie teuer entsorgen. Spenden sie die Lebensmittel an die Tafeln, profitieren auch die Supermärkte. 40 000 Ehrenamtliche verteilen die überschüssigen Lebensmittel, aber auch zunehmend Ein-Euro-Jobber und 400-Euro-Kräfte. Gegründet wurde die erste deutsche Tafel 1993 in Berlin. Tafelpionierin Sabine Weth orientierte sich dabei an einem New Yorker Vorbild. Mittlerweile sind die Tafeln eine Massenbewegung. Seit 2003, dem Start der Hartz-IV-Gesetzgebung, erleben die Tafeln einen ungeheuren Zulauf.
01.10
Keinerlei Schamgrenzen mehr
01.10
Nur nicht Hartz IV erhöhen
Hartz IV stellt in Deutschland praktisch den Mindestlohn dar. Nachdem der Postmindestlohn gefallen ist, werden auch die anderen Mindestlöhne fallen und im Endeffekt alle Bürger jede Arbeit annehmen müssen. Im Zweifelsfall wird eben auf Kosten des Steuerzahlers auf Hartz IV aufgestockt. Das heißt im Klartext, dass die Gewinne des Kapitals steigen, weil die Löhne sinken und zusätzlich subventioniert werden.
Um dies zu erreichen hatte sich ja schon Gerhard Schröder bei den Bossen eingereiht und die Hornissenkoalition um Angela Merkel und Guido Westerwelle zieht nun den den endgültigen Schlussstrich ...
01.10
Lieber Florian Gerster!
Ich schaute Anne Will und hoffte, mir nichts Ekliges dabei einzufangen. Sie redeten über den "atmenden Arbeitsmarkt", Ihr Lieblingsspielzeug. So wie kleine Mädchen verträumt am Schwanz ihrer Diddlmaus zwirbeln, zwirbeln Sie an den Rändern unserer Arbeitsmarktpolitik an den Zotteln der Schwächsten. Sie erklären also Ihre Logik über den Arbeitsmarkt, der, damit er schön atmen könne, Menschen als moderne Sklaven beschäftigen muss. Bis Donnerstag, so hoffte ich, hätte ich meine Gehirngrippe, die ich mir beim Zuschauen einfing, auskuriert. Ich hätte an dem Abend im hohen Bogen ausatmen können...
(SPD | INSM-Mietmaul | AGV NBZ)
01.10
Gibt es die zentrale Planungseinheit der neoliberalen Propaganda und Lobbyarbeit?
01.10
Das Urteil um Post-Mindestlohn: Ein Trauerspiel
Die Gegner halbwegs anständiger Arbeitsbedingungen werden jubeln: Der Mindestlohn in der Postbranche ist rechtswidrig, zumindest müssen sich die klagenden Konkurrenten der Deutschen Post nicht daran halten. Das hat das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag entschieden. Grund für dieses Urteil ist ein Verfahrensfehler, den das Bundesarbeitsministerium vor Erlass einer entsprechenden Mindestlohn-Verordnung gemacht hat. Die Lehren aus dem Urteil sind: Erstens muss dieser Verfahrensfehler so schnell wie möglich korrigiert werden, der Ball liegt jetzt bei Bundesarbeitsministerin von der Leyen (CDU). Zweitens muss - und das ist noch wichtiger - der ganze Wirrwar um Branchenmindestlöhne beendet und ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden.
01.10
David gegen Goliath: Arzneimittelprüfer verliert gegen die Pharmaindustrie
01.10
Wie Ärztekammerpräsident Dr. Hoppe lernte, politische Vorgaben zu lieben!
Der Kapitalismus frisst seine Patienten
Wir kennen das Vorgehen aus den Debatten um die verfassungswidrigen Auslandseinsätze der Bundeswehr. Unter anderem der ehemalige Europaabgeordnete Tobias Pflüger hat den diskursiven Trick beschrieben: Es wird ein völlig überzogener Vorschlag ins EU-Parlament eingebracht, den die Mehrheit empört zurückweist. Nach einer Weile taucht der Vorschlag wieder auf, manchmal etwas verändert, oft auch nicht und irgendwann wird ernsthaft darüber diskutiert.
01.10
Kein Vertrauen in die deutschen Banken
Die Talanx AG ist Deutschlands drittgrößter Versicherungskonzern und in mehr als 150 Ländern aktiv. Rund 17.000 Mitarbeiter erwirtschaften mehr als 21 Milliarden Umsatz und sehr attraktive Gewinne. Alleiniger Mehrheitseigentümer der Talanx AG ist der HDI V.a.G., ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Es geht also um ein Schwergewicht unter den deutschen Finanzkonzernen.
Ausgerechnet dieses Schwergewicht, hat in der vergangenen Woche eine Klage gegen die deutsche Bundesbank eingereicht. Mit dieser Klage will die Talanx AG erzwingen, dass sie ein Girokonto bei der Deutschen Bundesbank bekommt, wie es Banken, Sozialversicherungen, Behörden und die Bediensteten der Bundesbank ohne Probleme erhalten. Einen Antrag der Thalanx AG hatte die Bundesbank abgelehnt, da sie grundsätzlich keine Konten für Wirtschaftsunternehmen führt.
Ein Sprecher der Talanx erklärte daraufhin gegenüber der FTD: "Nur ein Konto bei der Bundesbank ist wirklich insolvenzsicher". Die Einlagensicherungsfonds in Deutschland bezeichnete der Sprecher als völlig unzureichend und wies darauf hin, dass alleine die Lehmann Pleite den deutschen Einlagensicherungsfond an den Rand des Abgrundes gerissen habe.
01.10
Zurück vor Bismarck: Konterreform der Sozialversicherung
Tatsächlich arbeiten Christlich-Konservative und Sozialdemokraten genau wie die FDP seit Jahren daran, das mehr als ein Jahrhundert alte Modell der Sozialversicherung zu unterminieren. Wer dahinter steht, ist offensichtlich. »Arbeitgeber« fordern seit langem, die Gesundheitskosten einseitig den »Arbeitnehmern« aufzubürden.
Das 1883 von Bismarck erlassene »Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter« hat das Verhältnis zwischen Lohnabhängigen und Unternehmern in Deutschland über hundert Jahre geprägt. Die Grundidee - mit der der strategisch gewiefte Kanzler seinerzeit der aufstrebenden Sozialdemokratie das Wasser abgraben wollte - war bestechend einfach: »Arbeitgeber« und »Arbeitnehmer« teilen sich die Kosten halbe-halbe. Nicht mal die Nazis wagten sich, das System komplett zu zerstören.
01.10
Ziel der Einführung von Hartz I-IV etc. ist der Aufbau des größten Niedriglohnsektors in der EU
01.10
01.10
Krankenkassenbeitrag: Abschied von der Solidarität
Acht Euro im Monat, 96 im Jahr. Kommen wir damit nicht noch ganz günstig davon, vergleichsweise? Warum plötzlich diese Verschämtheit der Kassenfunktionäre, wieso jetzt das politische Gezeter um Schuld und Verantwortlichkeit, weshalb die ganze Aufregung? Aus zwei Gründen. Erstens: Die Krankenkassen verlangen die acht Euro, bei denen es natürlich nicht bleiben wird, pauschal. Die alleinstehende Friseurin, die finanziell kaum über die Runden kommt, muss sie genauso berappen wie der prächtig verdienende Abteilungsleiter für sich, seine Frau und seine vier Kinder. Bislang richteten sich die Kassenbeiträge, zumindest bis zu einer Obergrenze, immer nach dem Einkommen. Und zweitens: Die Arbeitgeber sind raus. Sie müssen nicht paritätisch mitbezahlen, sie werden noch nicht mal mit dem Abbuchen der sogenannten Zusatzbeiträge behelligt.
Beides ist, um das klar zu sagen, ein Systemwechsel. Was wir gerade erleben, ist nichts weniger als der noch ein wenig schüchtern daherkommende Abschied vom solidarischen Prinzip. Eine Weichenstellung, die den Zug in Regionen leitet, die sich merklich frostiger anfühlen werden. Und die, auch das ist interessant, nicht etwa von den neoliberalen Gesellen einer Klientelpartei ersonnen wurde, sondern von einer Koalition der Volksparteien, mit tatkräftiger Hilfe der SPD. Die aufgesprungene FDP kann sich jetzt sogar den Luxus gönnen, die Zusatzbeiträge als Zumutung für Geringverdiener zu bezeichnen - obwohl sie selber ein Pauschalsystem ansteuert, das viel weiter will und die Hälfte der Bürger zu Sozialausgleichsbedürftigen machen würde.
01.10
Hartz IV wirkt. Die Frage ist, bei wem?
Die Apologeten der Agenda 2010 propagieren, dass Hartz IV wirkt - und das ist tatsächlich der Fall.
Der Begriff "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" war von Beginn an irreführend. Dies war notwendig, um den negativ besetzen Begriff Zwangsarbeit zu vermeiden. Obgleich die Arbeits"gelegenheiten" anfangs an strikte Regeln gebunden waren, die suggerierten, dass keinesfalls reguläre Arbeitsplätze gefährdet sein würden, fand man auch hier einen Trick: Zwar gab es diese Regeln, doch die ohnehin schon überlasteten Arbeitsagenturen fanden weder Zeit noch Lust, die Einhaltung dieser Regeln zu prüfen.
Von diesen Entwicklungen profitiert neben der Kirche und der Wirtschaft auch die Politik. Die Kirche hat die Zwangsarbeiter freudig als Mitarbeiter aufgenommen, nicht zuletzt da ihr (wie auch den "gemeinnützigen Unternehmen") durch die Mehraufwandsentschädigung bis zu 500 Euro monatlich in die Kasse gespült wurden, von denen nur ein Bruchteil den "Hartzie" erreichte. Auch hier wurde von Regelungen gesprochen, doch diese nur sehr selten kontrolliert. Die Wirtschaft hat nicht nur (so sie manches als gemeinnützig deklarieren kann), günstige Arbeitskräfte, die dringend benötigt werden, da auch die bisher so preisgünstigen Alternativen in Form von modernen Wanderarbeitern aus dem Ausland zunehmend ausfallen. Vielmehr wird bereits seit Langem die Forderung laut, die Günstigarbeitskräfte auch im privaten Sektor einzusetzen.
01.10
Angela Merkel wird mit dem "Deutschen Medienpreis" ausgezeichnet
Hätte es eines Belegs für die Unterwürfigkeit der Medien unter die Obrigkeit bedurft, so wird er mit der Verleihung mit der Auszeichnung Angela Merkels mit dem Deutschen Medienpreis einmal mehr geliefert. Unter dem Vorsitz des ehemaligen Spiegel-Chefredakteurs Stefan Aust wählten weitere nicht genannte "führende" Chefredakteure die Preisträgerin aus. Sich sonst gerne als vierte Gewalt und als Kontrollinstanz gegenüber der Politik aufspielende Chefredakteure machen ihren Kotau vor der Herrschaft und das noch unter dem Namen "Media Control". Das spricht Bände über ihr kontrollierendes Rollenverständnis. Es ist gerade so, als würde die Gerichtsbarkeit der Exekutive huldigen und sie als oberste Wahrerin des Rechts auszeichnen. Wolfgang Lieb
01.10
Senken der Löhne – Workfare für die "Überflüssigen"
Vier Jahre Hartz IV sind vier Jahre des Übergangs. Im Sommer 2008 wurde bereits mit einer Medienkampagne die Verallgemeinerung des Workfaresystems für Bezieher/innen des Arbeitslosengelds II vorbereitet. Wie schon 2004 zur Einführung von Hartz IV stand der Mißbrauchsvorwurf im Mittelpunkt. Fernseh-Doku-Soaps wie "Total gerecht", in denen "Sozialfahnder" der ARGEN "Leistungsmißbraucher" überführen, oder die Bild-Kampagne
gegen Arbeitslosengeld II-Bezieher/innen mit Titeln wie "Türkische Familie baut Luxusvilla mit Hartz
IV" oder "Stütze kassiert, 50.000 Euro ergaunert" (beides im August) sollten Stimmung gegen die Ärmsten in der Gesellschaft machen.
Mit dem Aufbrechen der Finanzkrise im Herbst 2008 wurde es merkwürdig still an dieser "Front". Auch wenn die neoliberale Hegemonie brüchig geworden ist, wird weiter am "neoliberalen Projekt" gearbeitet. Die Experimentierphase des Systemwechsels vom fordistischen Sozialstaat zu einem workfarebasierten Fürsorgestaat ist abgeschlossen. Doch die Ergebnisse sind gemessen an den politischen Versprechungen niederschmetternd.
Die zur Bundestagswahl 1998 von der SPD angekündigte Halbierung der Arbeitslosigkeit wurde nie erreicht, stattdessen gab es eine umfangreiche Bereinigung der amtlichen Statistik auf 7,6% (September 2008). Die Strategie der "Aktivierung" möglichst vieler Menschen für eine noch so niedrig bezahlte Erwerbstätigkeit im 1. Arbeitsmarkt ist für die Langzeitarbeitslosen gescheitert.
Die bereits Erwerbstätigen oder Rentner/innen arbeiten immer mehr und die Ausgeschlossenen bleiben draußen. Die Ursache für das Scheitern der Regierungspolitik wird in den "immer noch zu großzügigen Transferleistungen" vermutet und nicht von ungefähr kommt das ein Gutachten aus Chemnitz zu dem Ergebnis, 132 statt 351 Euro monatliche Regelleistung seien "genug".
Die Agenda 2010 hat die Krisenerscheinungen trotz des Anziehens der Weltkonjunktur verschärft. Die Zahl der Erwerbstätigen ist von ca. 39 Mill. im Jahr 2006 auf 39,7 Mill. in 2007 angestiegen. Im gleichen Zeitraum hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung um 577.000 zugenommen, aber auch alle anderen Bereiche wie Selbständige, geringfügig Beschäftigte und sonstige prekär Beschäftigte haben in dieser Zeit hinzugewonnen. Es verteilen sich zwar gerade im Niedriglohnsektor die Stundenanteile auf immer mehr "Köpfe", aber das Arbeitsvolumen der voll- und teilzeitbeschäftigten Lohnarbeiter/innen ist (...) von 2000 bis 2008 um 1,7 Milliarden Arbeitsstunden zurückgegangen. Dies entspricht einem Verlust von ca. 1 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen.
Außerdem können immer weniger Menschen von ihrem Einkommen leben: die Zahl der Rentner/innen, die wieder (geringfügig) arbeiten gehen, ist seit 2003 um ca. 30% angestiegen und die Zahl der Erwerbstätigen mit ergänzenden Hartz IV-Leistungen nimmt ständig zu. Ihre Zahl stieg von knapp 1,1 Mill. im Januar 2006 auf 1,3 Mill. im April 2008. Die Sozialversicherungspflicht beginnt bei
monatlichen Einkünften von 400 Euro und bedeutet so keineswegs bereits ein existenzsicherndes Einkommen. Auch wenn es bislang keine genauen Zahlen hierzu gibt: es mehren sich die Anzeichen, dass vor allem drastische Lohnsenkungen im Niedriglohnsektor für die weitere Inanspruchnahme von Hartz IV-Leistungen verantwortlich sind.
Die Langzeitarbeitslosigkeit bleibt hingegen auf hohem Niveau verfestigt (2005 bei Ø 2,7 Mill., 2006 bei Ø 2,8 Mill., 2007 bei Ø 2,5 Mill., 2008 bei Ø 2,2 Mill.). Ihr Anteil an den Erwerbslosen hat seit Anfang der 90er Jahre von ca. 25% auf heute 64% zugenommen4. Die Kurzzeitarbeitslosigkeit
unter einem Jahr nimmt ab und der Sockel der Langzeitarbeitslosigkeit nimmt stetig zu. Klaus Dörre
u. a.5 zählen mittlerweile 14% der Beschäftigten, rund 5,4 Millionen Menschen, zur Zone der Prekarität und weitere 13 % der Bevölkerung gelten als arm. Das sind ca. 10,3 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Kinder unter 16 Jahren (die Armutsgrenze lag 2008 bei 781 Euro im Monat für einen Singlehaushalt, 2004 waren es noch 856 Euro). Diese Zahlen bedeuten, dass insgesamt etwa 19% der Bevölkerung bereits prekäre Existenzbedingungen haben oder gar arm sind. Die Armut in der Gesellschaft ist deutlich angewachsen und die sozialen Spaltungen haben sich drastisch vertieft: 10,9 % der Kinder in Deutschland wachsen heute in Armut auf, 1989 waren es noch 4,5%7. Verdeckter Hunger gehört heute wieder zur Alltagserfahrung für Kinder und viele Menschen mit geringen Einkommen. Die Lohnschere geht immer weiter auf. Danach haben innerhalb eines Jahrzehnts zwischen
1995 und 2006 bei fast gleichbleibendem Reallohnniveau massive Umverteilungen von den niedrigen zu den hohen Einkommensgruppen stattgefunden: 2006 verdiente das untere Einkommensviertel 13,7% weniger als 1995, während das obere Einkommensviertel deutliche Zuwächse verzeichnen konnte. Da ist es wenig überraschend, dass die Zahl der Menschen im Hartz IV-Transferleistungsbezug von Beginn 2005 an mit rund 7 Millionen Menschen bis heute konstant hoch ist.
Quelle: "Workfare - ein Standortfaktor für Europa? Nationale Umsetzungen der Lissabon-Strategie"
01.10
Politik, wozu?
Viele werden die in der Überschrift aufgeworfene Frage schon mehr als einmal gestellt haben, sich selbst oder anderen. Nicht wenige werden, auf politische Themen angesprochen, auf diese Frage auch nur noch entnervt oder frustriert reagieren, und sähen sie deswegen lieber mit einem Ausrufe- als mit einem Fragezeichen versehen. Immer mehr Menschen haben schließlich aufgehört, diese Frage überhaupt noch zu stellen. Eine sinkende Wahlbeteiligung und die allseits beklagte Politikverdrossenheit sprechen dafür. Das politische Interesse der Menschen kann aber nur zurück gewonnen werden, wenn diese Frage wieder ernsthaft gestellt und beantwortet wird.
01.10
Fünf Jahre Hartz IV und was das für die Mittelschicht und ihr Verhältnis zur Unterschicht bedeutet
Der alte Traum vom Imperium, vom weltweit geltenden Normensystem soll nun vor allem in Annäherung aller Mächtigen verschiedener regionaler Hoheitsbereiche durch eine schrittweise immer vollständigere Angleichung, Vereinheitlichung und damit Vereinigung aller bestehenden Normensysteme erfolgen. Das Imperium wird nicht erobert, sondern man lässt es zusammenwachsen. Diese neue Strategie, deren Umsetzung soweit gediehen ist, dass sie verschiedene Lebensbereiche massiv beeinflusst, ist das, was das heutige Phänomen der "Globalisierung" in Wahrheit ausmacht. Und der Verursacher dieses Phänomens ist die Politik, denn niemand anderes als unsere Regierungen sind die Baumeister dieser "neuen Welt". Und wenn gesagt wird, dass Globalisierung die Tarifpartei der Arbeitnehmer mehr und mehr ins Hintertreffen bringt, dann ist es in der letzten Ursache niemand anderes als die Regierungspolitik, die dieses tut. Ich behaupte: Die Verfassungsvorgabe der Tarifautonomie wird dadurch eklatant verletzt! Und das gleiche gilt für die Einführung von Hartz IV. Der Staat hat damit nicht einmal großartig Geld gespart. Scheinbar kam es einzig und allein auf die systematische Entwürdigung der Menschen an, die fürchterlich ist für die bereits Betroffenen, die aber psychologisch auch bereits die massive Auswirkung auf die Noch-Arbeitnehmer hat, die Standhaftigkeit deren Tarifpartei individuell wie gemeinschaftlich zu brechen. (...).
Der alte Plan der Oberschicht, Mittel- und Unterschicht zu spalten, scheint durch Hartz IV Wirklichkeit geworden zu sein.
01.10
Aus "Nackt-" wird "Bodyscanner"
01.10
FDP-Spende: Baron von Finck wieder auf der deutschen Bühne
01.10
01.10
Tiefe Pflöcke für den Leistungsträgerkern
Oder: Was hat Prof. Dr. Peter Sloterdijk(*) mit hochwertigen Fortpflanzungspartnern zu tun?
(* Gründungsmitglied im sog. Frankfurter Zukunftsrat, Beratung)
01.10
Am 28. Juni 1930 hat die Konferenz der Mitglieder der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) das Übereinkommen über Zwangs- oder Pflichtarbeit angenommen. Das Übereinkommen ist am 1. Mai 1932 in Kraft getreten und wurde von Deutschland am 13.06.1956 ratifiziert.
Es lohnt sich im Zusammenhang mit der Diskussion um die sog. "Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung" (Ein-Euro-Jobs) dieses Übereinkommen in Erinnerung zu rufen:
Zum Beispiel:
Artikel 1
Jedes Mitglied der Internationalen Arbeitsorganisation, das dieses Übereinkommen ratifiziert, verpflichtet sich, den Gebrauch der Zwangs- oder Pflichtarbeit in allen ihren Formen möglichst bald zu beseitigen.
Artikel 2
Als "Zwangs- oder Pflichtarbeit" im Sinne dieses Übereinkommens gilt jede Art von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat.
Artikel 14
Abgesehen von der in Artikel 10 dieses Übereinkommens bezeichneten Arbeit ist Zwangs- oder Pflichtarbeit in allen ihren Formen in Geld zu vergüten, und zwar zu Sätzen, die weder niedriger sind als die für gleichartige Arbeit in dem Gebiete der Arbeitsverrichtung, noch niedriger als die im Anwerbungsgebiet üblichen Sätze.
ILO-Übereinkommen über Zwangs- oder Pflichtarbeit, 1930
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die Realität im Dritten "Vierten Reich" (dem Hartz-Vier-Regime) ist ein andere:
01.10
01.10
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Neusprech: Agenda 2010
Die rotgrüne Regierung unter Schröder hatte im Jahre 2003 mit dem Schlagwort der »Agenda 2010« ein ganzes Bündel arbeitgeberfreundlicher Reformen in Form einer modernen politischen Vision angekündigt. Nun haben wir das Jahr 2010. Was von dieser vermeintlich großen Vision übriggeblieben ist, sind vor allem millionenfach verprellte SPD-Wähler, eine zukünftig stark steigende Altersarmut, privatisierte Lebensrisiken, über 2,5 Millionen Kinder in Armut, ein Niedrig-Lohnsektor, der mittlerweile fast ein Drittel aller Beschäftigungsverhältnisse ausmacht und vieles  mehr,  dass das Leben in Deutschland für Millionen Menschen erschwert hat. Der Begriff der »Agenda 2010« dürfte - ähnlich wie der Begriff der Reform - sehr negativ besetzt sein. Just in diesem Augenblick startet der Konzern Mediamarkt, Tochter der Metro AG, eine Spass- und Kaufaktion mit dem Namen: »Agenda 2010«.
01.10
Einpacken an der Supermarktkasse: Der brutalstfreundliche Kapitalismus
Wenn man die Sache freundlich und fair betrachtet, hat Martin Lettenmeier durchaus etwas Gutes getan. Lettenmeier, Theologe, Hausmann, Vater von drei Teenager-Töchtern, verheiratet mit einer Militärpfarrerin, hat ein wenig Frieden dorthin gebracht, wo sich sonst der Stress eines Einkaufs staut. Er hat dafür gesorgt, dass das Einpacken an der Kasse für Supermarktkunden einfacher geworden ist, weil ihnen junge Leute helfen - lächelnd.
Er hat zwischenzeitlich 800 Schülern und Studenten einen anständig bezahlten Nebenjob verschafft und vierzig Märkten in ganz Deutschland zufriedenere Kunden. Dafür begnügt er selbst sich als Geschäftsführer mit einem monatlichen Nettogehalt von 800 Euro, sagt er.
verfolgte schueler
verfolgte Schüler - Menschenrechte, Staat, Kirchen, Medien

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